WARUM ENTWÄSSERUNG 4.0?

Bei der Unterhaltung von Kanälen steht man vor einigen Problemen, die sich in der Zukunft verschärfen werden. Hinzu kommen gesetzliche Vorschriften, die stets zu erfüllen sind. Mit unserer Technologie für eine Entwässerung 4.0 werden Probleme behoben und Mehrwert generiert.

Probleme im aktuellen Prozess der Entwässerung

Primärproblem:

Entwässerungsbetriebe reinigen Kanalnetze nach einem turnusmäßigen Reinigungsplan. Auf Basis von Erfahrungswerten werden die Kanäle in regelmäßigen Abständen gespült und somit Ablagerungen, die potenziell zur Überlastung des Rohres führen können, entfernt. Die Kosten zur Reinigung der deutschen kommunalen Kanalnetze liegt bei etwa 490 Mio. € pro Jahr. Nach einer Studie des IKT Institut für Unterirdische Infrastruktur sind 88 % der Spülvorgänge unnötig und bergen somit ein Einsparpotenzial von etwa 430 Mio. € pro Jahr durch die Umstellung auf eine bedarfsorientierte Reinigung der Kanalnetze.

 

Sekundärprobleme:

Auslastung der Kanalnetze

Der Klimawandel sowie räumliche Bevölkerungsbewegungen führen zu schwankenden Auslastungen der Kanalnetze.

Gehäufte Extremwetterereignisse wie Starkregenereignissen sowie längeren Trockenphasen tragen zu einer erschwerten Prognose von Ablagerungen im Kanalnetz bei. Die langjährigen Erfahrungen der Vergangenheit verlieren an Wert und müssen den aktuellen klimatischen Entwicklungen angepasst werden.

Räumliche Bevölkerungsbewegungen durch demographische Veränderungen führen zu abweichenden und schwankenden Abwasseraufkommen in den Kanalnetzen.

Fachkräftemangel 

Das Wissen über die Auslastung der Kanalnetze reduziert sich durch Fachkräftemangel.

Kanal- und Straßenbetriebe können ihren hoheitlichen Aufgaben nicht nachkommen.

Nutzen

Mit der Nutzung unserer Sensoren können die Probleme in der Entwässerung und ihre Konsequenzen behoben werden.

Folgende Vorteile ergeben sich für Entwässerungsbetriebe:

  • Höherer Erkenntnisse aus dem Abwasserkanalverhalten und Prognosen werden möglich, daraus folgt letztlich eine höhere Kunden- bzw. Bürgerzufriedenheit
  • Ereignissen werden vorhersehbar und somit Reaktionen planbar und Risiken minimiert
  • Mit den erfassten Daten lassen sich Digitale Zwillinge (Prozesszwilling) produzieren mit denen Szenarien durchgespielt und Optimierungen durchgeführt werden können
  • Stetige Überwachung einzelner Kanalnetzabschnitte

Gesetzlicher Hintergrund

Selbstüberwachungsverordnung Abwasser – SüwVO Abw

Öffentliche Entwässerungsbetriebe sowie Industriebetriebe sind zur Selbstüberwachung des Kanalnetzes verpflichtet. Nach §1 Absatz 1 der SüwVO Abw muss die Selbstüberwachung

"des baulichen und betrieblichen Zustandes und der Funktionsfähigkeit von Kanalisationsnetzen für die öffentliche Abwasserbeseitigung oder die private Abwasserbeseitigung von befestigten gewerblichen Flächen (Niederschlagswasser und Schmutzwasser), die größer als drei Hektar sind [...]." (SüwVO Abw §1 Absatz 1)

gewährleistet werden.

Des Weiteren besteht eine Berichtspflicht zur Überwachung der in §4  Absatz 1 genannten Bauwerke. "Kanäle und Schächte" sind dabei in §4 Absatz 1 Satz 1 als betroffene Bauwerke gelistet und fallen somit unter die Selbstüberwachungspflicht. 

Der Überwachungsbericht muss dabei alle drei Monate gegengezeichnet werden. §5 Absatz 2 setzt fest:

"Der für den Betrieb der Entwässerungseinrichtung Verantwortliche hat den Bericht mindestens vierteljährlich gegenzuzeichnen." (SüwVO Abw §5 Absatz 2)

RdErl. d. Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft v. 3.1.1995 IV B 6 - 031 002 0201

In der Anlage des Runderlasses müssen bei Ablagerungen von mehr als 15 % Betriebs- und Unterhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Werden keine Maßnahmen eingeleitet verstoßen Entwässerungsbetriebe gegen geltendes Recht. 

Einrichtungen Ergebnis der Prüfung nach
§ 2 SüwVKan
Maßnahmen Durchführung

Kanäle

(einschließl. der Einbindungen der Anschlußkanäle)

 

Ablagerungen mit einer Höhe von mehr als 15% der Profilhöhe (geschätzt)

bis DN 1000

größer DN 1000

 

 

 

Reinigung
Reinigung

nach Reinigungsplan, sonst innerhalb von

 

3 Monaten 

6 Monaten

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